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Sogndalstrand

 

Schon im Jahre 1660 wurde Sogndalstrand als einer der bedeutendsten Verladeplätze im Lande erwähnt. Er erstreckte sich einschließlich Sogndalstrand bis zum östlichen Teil des Rekefjordes. Im Jahre 1858 wurde er eine selbständige und abgetrennte Gemeinde und hatte dort schon Verladeplatzrecht seit mehreren hundert Jahren. In dieser Zeit wohnten über 500 Einwohner dort. Im Jahre 1944 wurde Sogndalstrand mit Sognet zusammengeführt zu einer Gemeinde - Sokndal kommune.

 

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Fisch war schon immer wichtig für Orte, welche an der Küste liegen. Der Fluß Sokna, der am Sogndalstrand ins Meer fließt, hatte früher eine große Bedeutung als ein sehr lachsreicher Fluß. 1886 wurden 763 Lachse, mit einem Durchschnittsgewicht von 6 kg, verkauft.
Nach 1750 wurde verstärkt auf Dorsch gefischt. Ansonsten hatte auch die Heringsfischerei eine große Bedeutung führ den Ort. So wurden z.B. im Jahre 1837 29.000 Tonnen Hering ausgeführt. Im Jahre 1850 begann man mit Treibnetzen auf Makrelen zu fischen. Dafür wurden mehrere Kühlhäuser gebaut. Gekühlt wurde mit Eis. In dieser Zeit war auch der Hummer ein Exportartikel, welcher unter anderem nach England und Deutschland exportiert wurde.

 

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Seefahrt: Neben dem Fischfang spielte die Seefahrt auch eine große Rolle. Im Jahre 1845 waren es 20 Familien, die zusammen 17 kleinere Schiffe besassen, bis 1870 ein Dampfschiff eingesetzt wurde. Dieses pendelte zwischen Oslo und Trondheim und steuerte auch Sogndalstrand an. Alle Aktionäre in diesem Zusammenhang hatten Recht auf eine Freifahrt jedes Jahr. Die Gelegenheit wurde genutzt um eine Handelstour nach Oslo, Bergen oder Trondheim zu unternehmen.
Handel: In den 1870'ern existierte ein reger Handel im Ort. Dort waren unter anderem 20 Geschäfte, 4 Bäckereien, 2 Branntweinhandel und 4 Kneipen. Dazu kamen noch Zollstation, Polizei, Arzt, Hebamme, Telegrafenstation und vieles mehr, als Sogndal ein Handelszentrum für ein großes Einzugsgebiet war. Als Waren die importiert wurden, sind Korn, Kaffee, Tabak und Salz zu nennen.
Landwirtschaft hatte schon immer eine Bedeutung und wurde als Nebengeschäft betrieben. Zu fast jedem Haus gehörte ein Stück Land, als Weide für ein oder zwei Kühe und einige Schafe. Die Betriebe waren größtenteils in der kleinen Stadt gelegen.
Wirtschaftsleben: Im Jahre 1886 wurde eine Spinnerei am Sogndalstrand gegründet. Der Standort war beim Parkplatz an der Arosbrücke an der Einfahrt zum Sogndalstrand. Kunden dieser Spinnerei kamen sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Ortes. Die Anzahl der Beschäftigten variierte und eine ganzjähriger Betrieb war auch nicht gewöhnlich. Die Spinnerei hatte Probleme mit geringer Wasserführung im Fluß und Zugang zu Rohstoffen. Das hatte zur Folge, daß es manchmal schwierig war, zu zufriedenstellenden Preisen zu produzieren. Der Betrieb wurde 1946 niedergelegt und das Gebäude 1947 abgerissen.
1880 starteten 2 Personen am Sogndalstrand eine kleine Seifenfabrik „Sandvigens Saebefabrik", doch diese bestand nur einige Jahre.
In den 1920er Jahren begann ein Mann mit der Produktion von Schuhcreme. Er warb mit Plakaten im Ort auf denen stand „Der Krieg hat begonnen!", was den Krieg gegen ausländische Schuhcreme ankündigen sollte.
Sogndalstrand hatte eine eigene Bank von 1863 bis 1972 und eine Post bis zum Jahre 1968.
Schule: Im Jahre 1851 kam eine feste Schule nach Sogndalstrand. Eine neue Schule wurde im Jahre 1871 gebaut und hatte 97 Schüler verteilt auf 2 Klassen.
Die Steinbogenbrücke wurde im Jahre 1882 für 1050.- norwegische Kronen gebaut. 1909 war die Flut so stark, daß die Wassermassen sogar über die Brücke stiegen.
Das Gemeindehaus wurde im Jahre 1897 erbaut und wurde über die Jahre als Bibliothek, Bank, Post, Gefängnis, Wohnung und Wahllokal benutzt. 1996 wurde das Haus an Private verkauft.

 

 


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last updated:  20.07.2007